| 'Medusa' Habitat |
|
|
|
Die Idee enstand im Rahmen des ONE Divers Underwater Themenparks in Kiris. IWM hatte geplant, eine Taucherglocke für Urlaubs-Taucher zu bauen. Ähnliche Konstruktionen werden als Dekompressions-Stops eingesetzt. Ein Schirm aus Polycarbon würde direkt mit Gewichten versehen, auf denen die Taucher dann stehen könnten. Der Schirm sollte einen Durchmesser von etwa 170 cm haben, was einem Auftrieb von etwa 1t entspricht. Das Material des Schirmes würde genug Licht durchlassen, um es im Innenraum nicht extra beleuchten zu müssen. Algen hätten Schwierigkeiten, sich an dem glatten Material festzusetzen, und die Akustik würde durch die weiche Konsistenz des Schirmes gedämpft. Das Innenskelett besteht aus 5cm Chrom-Rohren. Außen und innen wurden Logos angebracht, die evtl. Freitaucher darauf aufmerksam machen sollten, daß der Sauerstoff-Spiegel im Habitat nicht ausreichend sein könnte, um sich lange darin aufzuhalten. Die Schwierigkeit bestand darin, diese Information so kurz wie möglich in 4-5 Sprachen anzugeben. Man entschied sich für Icons, die einen durchgestrichenen Schnorchler zeigten bzw. das Zeichen 'NO CO2'. Nachdem die Beschriftung abgeschlossen war, wurde der Schirm in der darauffolgenden Nacht scheinbar von angetrunkenen Passanten ins Wasser gelassen. 14 Kilometer entfernt wurde er dann von einem vorbeifahrenden Schiff geborgen und mitgenommen. Gegen die Zahlung eines unverschämt hohen Finderlohns kam der Schirm nach 2 Tagen wieder zurück zu seinem Ausgangspunkt. Die Gewichte wurden gegossen. Geplant war ein großes Beton-Gewicht am Meeresboden, sowie eine mobile Betonplatte am Habitat selbst, so daß die Verankerungskette nicht dem vollen Auftrieb ausgesetzt sein würde. Beim ersten Versuch wurden beide Gewichte durch den Auftrieb des Schirmes angehoben, das Habitat drohte, abzutreiben. Der Auftrieb war so groß, daß selbst das Chrom-Skelett verbog. Die Kuppel verlor ihre Form und mußte schließlich wieder aus dem Wasser geholt werden. Das mobile Gewicht wurde verdoppelt, das Innen-Skelett verstärkt und der Schirm in seine alte Form gebracht. Der nächste Versuch war erfolgreicher. Das Habitat schwebte etwa 5 Meter unter der Wasseroberfläche und etwa 4 Meter über dem Meeresboden, wo es noch heute betaucht werden kann. Die ONE Divers planen schon jetzt die nächste Version des Habitats, diemal jedoch größer und massiver. Wer weiß: Vielleicht treffen wir uns mal auf einen Eistee (wegen der fehlenden Kohlensäure) unter dem Meer.
|




'Medusa' Habitat



