1984 MarineLab Habitat

© UnderwaterPromotion.com(17.01.2011) Conceived in 1970, the MarineLab was originally called the MEDUSA (Midshipmen Engineered and Designed Underwater Studies Apparatus), and provided engineering design and project management experience for several hundred midshippmen over a ten year period. more...

Die Station wurde unter der Leitung von Dr. Neil Monney der an der U. S. Naval Academy in Annapolis entwickelt. Dr. Monney war Direktor des Oceaneering Departments der Naval Academy.

Obwohl sie im Jahr 1980 abgeschlossen war, wurde die Station nie von der Naval Academy in Betrieb genommen. 1984 organisierte Dr. Monney, daß sie der Marine Resources Development Foundation übergeben wird, wo es in MarineLab umbenannt wurde. Ein geeigneter Standort wurde im John Pennekamp Coral Reef State Park gefunden und mit dem damaligen Florida Department of Natural Resources die Nutzung vereinbart. Marine Lab und der dazugehörige Landstationsbus wurden nach Key Largo transportiert und im Juni 1984 installiert. Der Betrieb begann im Juli 1984 mit Chris Olstad als Operations Director.
1985 wurde Marine Lab, auch 'Klassenzimmer der See' genannt, an seiner letztendlichen Position in Key Largo verankert.

Die Struktur besteht aus einem überschüssigen Stahl- Wassertank, 16 Meter lang und 8 Meter im Durchmesser. An einem Ende des Zylinders befindet sich ein Durchgang mit einem Durchmesser von 3 Fuß (1m), durch das man in eine 66-Zoll (170cm) Beobachtungs-Kugel aus Acryl gelangt, die unter dem Zylinder montiert ist. Diese Acryl-Kugel wurde der Test Rumpf für das U-Boot NEMO der U.S. Navy, vom Naval Civil Engineering Laboratory entwickelt und für eine Tauchtiefe von 100 Fuß (30m) ausgelegt. Durch den Zugang aus dem Inneren des Labors, handelt es soch um einen trockenen Beobachtungsraum.

Verankerung und Ballast: Die Basis des Labors besteht aus einer Wiege und einem Ballast-Fach aus H-Trägern, Winkel-Eisen und Beton. Etwa 3,6 Tonnen Ballast sind für das Unterwasser-Labor erforderlich.
Interner Aufbau: Innerhalb des Labors befinden sich drei Kojen, von denen eine zu einer Werkbank umgewandelt werden kann. Es enthält auch eine Mikrowelle, einen Kühlschrank und eine Spüle. Es gibt einen Nassraum, die Dusche und tragbare Toilette enthält. Dort befindet sich auch der Eingang in die Station. Eine zweite Außentür ist am gegenüberliegenden Ende des Labors als Notausgang eingebaut. Wohnraum und Labor sind vom Nassraum getrennt, um Feuchtigkeit kontrollieren und ein Gefühl von normalen Lebensbedingungen gewährleisten zu können. Alle Rahmen, Trennwände und Regale bestehen aus Metall, das mit Epoxidharzlack beschichtet ist. Die Wände des Labors sind isoliert mit einer versiegelten Schaum-Isolierung, das auch in Militär-U-Booten Verwendung findet.

Das Labor wird mithilfe eines Niederdruck-Kompressors über eine 'Nabelschnur' vom Landstationsbus mit Luft versorgt. Luftfeuchtigkeit und Temperatur der Luft wird ebenfals vom Ufer gesteuert. Kohlendioxid-Filter sind nicht notwendig, da Frischluft im ständigen Strom zugeführt wird und so alle Schadstoffe entfernt.
Stromversorgung: Für Kühlschrank, Beleuchtung und Mikrowelle wird ein 110-Volt-Netzteil verwendet. Die Stromversorgung erfolgt über die Nabelschnur von der Oberfläche, für Notbeleuchtung und Kommunikation werden jedoch 12-Volt-Trockenbatterien verwendet.

Wasser: Warmes und kaltes Wasser für Waschbecken und Dusche werden über die Nabelschnur von der Oberfläche zugeführt.

Überwachung: Ein Wasserstand-Messer in der Einstiegsluke signalisiert durch den Wasseranstieg einen Druckabfall im Labor. Die Kommunikation zwischen dem Labor und dem Landstations-Bus wird über UKW-Funk, Gegensprechanlage, eine Reihe von Akustik basierten Telefonen (?) und Videoüberwachungsanlagen gewährleistet.

Die Landstation besteht aus einem 7m2 (20 Fuß) großen Bus in der Nähe des Labors. Zwei Niederdruck-Kompressoren sorgen von hier aus für die Primär-und Backup-Luftzufuhr im Labor und die Luftzufuhr der Taucher. Es sei erwähnt, daß das Labor nicht mit Hochdruck versorgt wird. Taucher operieren über 30m (100 Fuß) lange Schläuche. Der Bus selbst wird über eine herkömmliche 220 Volt 3-Phasen-Schaltung mit Energie versorgt. Ein Diesel-Generator außerhalb des Fahrzeugs dient als Notstrom-Aggregat.

Darüber hinaus beherbergt der Bus UKW-Funk, Gegensprechanlage, TV-Monitore, Kojen und einen Schreibtisch für den Operations Direktor oder Wachoffizier, Erste-Hilfe-Material, Tauch-Protokolle, Not-Tauchausrüstungen, Ersatzteile und Werkzeuge.

Die Nabelschnur enthält:

(1) zwei Niederdruck Luftversorgungsschläuche

(2) Kommunikations-Verkabelung für Intercom, Akustik-basierte Telefon-Leitungen und TV-Kameras

(3) 110-Volt-Netzteil

(4) 12 Volt DC Stromversorgung für Außenbeleuchtung, und

(5) Versorgung Schläuche für kaltes und warmes Wasser.

Lage: Um den Teilnehmern einen interessanten Standort für die Durchführung von wissenschaftlichen Beobachtungen liefern und doch innerhalb der höchstmöglichen Sicherheits-Grenzen bleiben zu können (keine Dekomprimierung notwendig; Schutz vor den Gefahren des offenen Meeres), wurde ein Standort innerhalb einer Mangrovenlagune gewählt. Dieser Ort Seite befindet sich in einer Tiefe von 9m (27 Fuß) und ist weit weg von Hafen-Kanälen.
Das Unterwasser-Labor und die Landstations-Busse verursachen minimale Auswirkungen auf die Umwelt. Alle Teilnehmer werden über die Umweltverträglichkeitsprüfung vor jeder Mission informiert. Der Operations Director stellt am Ende jeder Mission eine Inspektion vor Ort und Reinigung sicher.

(Quelle: Marine Resources Development Foundation, Übersetzung von  http://www.mrdf.org/MRDF_MarineLabHabitat.html)

 

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